SprayVerchromen – Anleitung, Fehlerquellen & Downloads (DE/EN)

Diese Seite bündelt die Arbeitsanleitungen als PDF und fasst das Wichtigste für den Arbeitsplatz zusammen: den Ablauf, die Stellen, an denen es typischerweise schiefgeht, und woran Sie ein gutes Ergebnis erkennen.

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Arbeitsanleitungen & Downloads (DE/EN)

Das Grundprinzip in zwei Sätzen

Beim SprayVerchromen entsteht die Spiegelschicht chemisch direkt auf dem Bauteil: Zwei Lösungen treffen auf der aktivierten, hochglänzenden Oberfläche aufeinander und scheiden dort eine hauchdünne, reflektierende Metallschicht ab. Diese Schicht fügt keine Farbe hinzu und glättet nichts – sie bildet exakt das ab, was der Untergrund vorgibt.

Daraus folgt die wichtigste Regel des Verfahrens: Die Qualität des Ergebnisses wird im Basislack entschieden, nicht im Verspiegelungsschritt. Wer beim Schleifen und Grundieren spart, kann das später nicht mehr aufholen.

Schritt für Schritt

1) Vorbereitung

  • Untergrund reinigen und entfetten, staubfrei halten
  • Maskieren; Passflächen, Gewinde und Bohrungen aussparen
  • Arbeitsbereich belüften, PSA anlegen: Handschuhe, Schutzbrille beziehungsweise Visier, Atemschutz
  • Grundlack gemäß Merkblatt aufbauen – hochglänzend und vollständig durchgetrocknet

2) Aktivieren & Metallisieren

  • Aktivator gleichmäßig und vollflächig applizieren
  • Metallisierungssequenz mit konstantem Abstand und konstanter Geschwindigkeit sprühen
  • Schwer zugängliche Bereiche zuerst, große Sichtflächen zuletzt
  • Zwischenkontrollen auf Glanz und Sauberkeit

3) Spülen & Versiegeln

  • Rückstände mit VE-Wasser vollständig abspülen
  • Restfeuchte konsequent entfernen, auch aus Bohrungen und Hinterschnitten
  • Konservierungslack applizieren, ablüften lassen
  • Optional Farblasur, dann Schutzlack

4) Qualitätscheck

  • Spiegelglanz und Gleichmäßigkeit im Streiflicht prüfen
  • Kanten, Radien und Bohrungsränder gezielt kontrollieren
  • Parameter dokumentieren – nur so ist das Ergebnis wiederholbar
  • Vor Montage vollständige Durchhärtung abwarten

Fehlerbilder und ihre Ursachen

Die ausführliche Übersicht steht im PDF „Häufigste Fehlerquellen“. Diese Kurzfassung deckt die Fälle ab, die in der Praxis am häufigsten vorkommen:

Was Sie sehen Woran es meistens liegt
Spiegel wird stumpf oder milchig Restfeuchte oder Spülrückstände vor dem Versiegeln
Fleckiges, wolkiges Bild Ungleichmäßiger Aktivatorauftrag oder wechselnder Sprühabstand
Schicht hält an Kanten nicht Scharfe Grate im Untergrund – Kanten leicht brechen, nicht verrunden
Sichtbare Riefen im Spiegel Schleifspuren im Basislack; die Spiegelschicht vergrößert sie
Krater und Benetzungsstörungen Silikon- oder Fettrückstände, häufig aus Pflegemitteln
Farbunterschiede zwischen zwei Teilen Unterschiedliche Anzahl Lasurgänge – Musterstück als Referenz führen
Abdrücke nach der Montage Klarlack war beim Verschrauben noch nicht durchgehärtet

Was die Umgebung beiträgt

SprayVerchromen ist ein nasschemischer Prozess und reagiert entsprechend auf die Bedingungen im Raum. Drei Punkte lohnen die Aufmerksamkeit:

  • Sauberkeit. Staub, der sich während des Trocknens auf dem Basislack absetzt, ist im Spiegel dauerhaft sichtbar.
  • Wasserqualität. Für das Spülen wird VE-Wasser eingesetzt; Leitungswasser hinterlässt Kalk- und Salzrückstände, die den Glanz mindern.
  • Temperatur und Zeit. Ablüft- und Trocknungszeiten sind Teil des Prozesses, keine Wartezeit. Wer sie abkürzt, verschiebt das Problem in die Versiegelung.

Noch Fragen? Wir helfen gerne weiter.

Unsere Anwendungstechnik berät Sie zu Untergrund, Parametern und Qualitätssicherung – auch bei laufenden Projekten.

Weiterführend: Datenblätter zum SprayVerchromen · Produkte und Sets · Schulungen · Referenzprojekte

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