Wassertransferdruck Anleitungen – Produkt-Anleitungen, Praxiswissen und Folienübersicht von WT-Direct aus Schorndorf bei Stuttgart.
Wassertransferdruck – Anleitungen, Praxiswissen & Downloads
Hier finden Sie die Produkt-Anleitungen, Arbeitsbeispiele und die technischen Merkblätter als PDF (DE/EN) – dazu den Ablauf am Bauteil, die typischen Fehlerbilder und ihre Ursachen.
Welches Dokument brauche ich?
| Dokument | Wofür |
|---|---|
| Arbeitsbeispiele | Zum Einschätzen, welche Motive auf welchen Bauteilen wie wirken – vor der Folienauswahl. |
| Anleitung „Arbeiten mit Film & Aktivator“ | Der praktische Ablauf: Wasserbad, Einweichen, Aktivator, Tauchen, Spülen. |
| Technisches Merkblatt | Kennwerte, Lagerung, Verarbeitungsbedingungen – für die Prozessdokumentation. |
| Sicherheitsdatenblätter | Gefahrenhinweise und Schutzmaßnahmen; gehören in die Gefährdungsbeurteilung des Betriebs. |
Arbeitsbeispiele & Folienübersicht
Work Examples (EN)
Anleitungen & Technische Merkblätter
Arbeiten mit Film & Aktivator (DE)
Working with Film & Activator (EN)
Technisches Merkblatt (DE)
Technical Bulletin (EN)
Der Ablauf am Bauteil
Die PDFs beschreiben die Produkte im Detail. Der folgende Überblick zeigt, wie die Schritte am Bauteil zusammenhängen – als Orientierung für den Einstieg und als Checkliste für den Arbeitsplatz.
- Bauteil vorbereiten. Reinigen, entfetten, anschleifen. Kunststoffe brauchen je nach Typ einen Haftvermittler. Jede Verunreinigung, die jetzt bleibt, ist später unter dem Motiv eingeschlossen.
- Basislack aufbauen. Der Basislack bestimmt, wie das Motiv wirkt – dieselbe Folie sieht auf Weiß, Grau oder Schwarz völlig unterschiedlich aus. Vollständig durchtrocknen lassen.
- Wasserbad vorbereiten. Temperatur einstellen und stabil halten; Oberfläche von Staub befreien. Ruhiges, blasenfreies Wasser ist Voraussetzung für ein sauberes Bild.
- Folie auflegen und einweichen. Zuschnitt mit ausreichend Rand, mit der bedruckten Seite nach oben auflegen, Randfixierung setzen und quellen lassen.
- Aktivator auftragen. Gleichmäßig, dünn und vollflächig. Zu wenig – das Motiv bleibt stumpf und haftet schlecht. Zu viel – die Farbe zerläuft.
- Bauteil eintauchen. In einem gleichmäßigen Winkel und ohne Stocken eintauchen. Die Bewegung entscheidet über Verzug und Falten.
- Spülen. Rückstände der Trägerfolie vollständig abwaschen – sie sind die häufigste Ursache für milchige Schleier unter dem Klarlack.
- Trocknen und versiegeln. Restfeuchte ausschließen, dann mit Klarlack versiegeln. Erst der Klarlack macht das Motiv farbtief und beständig.
Fehlerbilder und ihre Ursachen
| Was Sie sehen | Woran es meistens liegt |
|---|---|
| Motiv zerläuft, Farben verschwimmen | Zu viel Aktivator oder zu lange Wartezeit bis zum Tauchen |
| Motiv haftet stellenweise nicht | Zu wenig Aktivator, fettige Stellen oder ungeeignete Vorbehandlung |
| Falten und Stauchungen | Ungleichmäßige Tauchbewegung oder zu kleiner Folienrand |
| Milchiger Schleier nach dem Klarlack | Trägerfolienreste nicht vollständig abgespült |
| Blasen unter dem Motiv | Luft beim Auflegen eingeschlossen oder unruhige Wasseroberfläche |
| Motiv wirkt blass | Basislack zu dunkel oder zu hell für das gewählte Muster |
| Versatz bei gerichteten Mustern | Folie nicht ausgerichtet – bei Carbon, Schrift und Holzmaserung vorher festlegen |
FAQ – Wassertransferdruck
Welche Wassertemperatur & Einweichzeit?
28–32 °C Wasser und 60–90 s Einweichzeit – abhängig vom Film. Die genauen Werte stehen im technischen Merkblatt zur jeweiligen Folie.
Wie dosiere ich den Aktivator?
Gleichmäßig, dünn und vollflächig applizieren. Die richtige Menge erkennen Sie daran, dass die Folie gleichmäßig „aufmacht“, ohne dass Farbe wegläuft.
Wie sichere ich die Haftung?
Sauberer Untergrund, passender Basislack, korrektes Spülen und Trocknen, Versiegelung mit Klarlack. Bei kritischen Kunststoffen vorab an einem Musterstück testen.
Welche Untergründe eignen sich?
Alles, was sich lackieren lässt: Kunststoff, Metall, Holz, GFK. Entscheidend ist nicht der Werkstoff selbst, sondern der Lackaufbau darauf.
Wie viel Folie brauche ich?
Maßgeblich ist die Fläche auf dem Wasser inklusive Rand, nicht die Bauteilfläche. Bei jeder Folie im Shop steht der Grundpreis je Meter, damit sich der Bedarf umrechnen lässt. Mehr dazu unter Wassertransferdruck Kosten.
Welche Sicherheitsmaßnahmen?
PSA (Handschuhe, Schutzbrille, Atemschutz) verwenden, Belüftung beziehungsweise Absaugung sicherstellen. Die Sicherheitsdatenblätter der eingesetzten Produkte gehören in die Gefährdungsbeurteilung.
Wie lagere ich Folien?
Kühl, trocken und dunkel, möglichst liegend oder auf der Rolle – nicht geknickt. Folien sind feuchtigkeitsempfindlich; angebrochene Rollen wieder verschließen.
Weiterführend
Folien, Aktivator und Becken im Shop · Kosten kalkulieren · Schulungen · Technische Beratung
Technische Unterstützung: info@wt-direct.de · erreichbar Montag bis Freitag, 8:30–18:00 Uhr
WT-Direct aus Schorndorf bei Stuttgart – Ihr Partner für professionelle Oberflächentechnik in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz Europa. Seit 1998.